Den technologischen Rückstand kann der Audi A8 auch im Fahrbetrieb nicht ganz verbergen. Er operiert durchweg auf einem höheren Drehzahlniveau als die beiden Konkurrenten, was sich zum Teil sehr deutlich in hohen Verbräuchen niederschlägt (siehe Tabelle). Zudem erreicht der leicht vibrierende A8 nicht ganz die geschmeidige Laufkultur wie 7er und S-Klasse. Zwar lässt sich der Audi nicht zuletzt dank der leichten Alu-Karosserie und des traktionsstarken Allradantriebs agil bewegen, doch gerade der quattro-Antrieb macht einen großen Teil der Gewichtsersparnis wieder zunichte und erzeugt zudem höhere Fahrwiderstände.
Der BMW spart am besten Sprit
In fast allen Kriterien ist der neue 730d kaum zu schlagen. Er spricht deutlich spontaner aufs Gas an, läuft extrem leise und kultiviert und weist eine Agilität auf, die man eher einem deutlich kleineren Auto zuordnen würde. Das gilt auch für den Verbrauch, wo sich Maßnahmen wie die verschließbaren Kühlluftöffnungen und die Bremsenergie-Rückgewinnung auszahlen. Insgesamt fällt das Spritsparen mit dem BMW am leichtesten – und dafür muss man nicht auf Schleichfahrt gehen, sondern ist sogar durchweg flott unterwegs.
Der deutlich schwerere Mercedes benimmt sich behäbiger, und seine etwas zögerlich aufs Gas reagierende Siebengang-Automatik muss ab und an schon mal zurückschalten, um am 7er dranzubleiben. Auch beim Ampelstart setzt sich die S-Klasse nicht so leichtfüßig in Bewegung wie Audi und BMW. Dennoch zeigen die BlueEFFICIENCY-Maßnahmen Wirkung, an die Sparsamkeit des 730d kommt der große Benz jedoch nicht ganz heran.